Artikel

NBA Playoff Vorschau: Die Eastern Conference in der Taktikanalyse

16. April 2016 by
Die zweite Playoff Vorschau dreht sich um den Osten, in dem fast alle Teams extrem auf ihr Spacing achten und einen wurfstarken Power Forward in ihren meistgenutzten Formationen installiert haben. Bei den Filmstudien zu den Teams haben wir vor allem auf die Crunchtime in den letzten Saisonwochen geachtet.

Text: Johannes Hübner

Cleveland Cavaliers

Gegen Ende der regulären Saison beorderte Tyronn Lue Tristan Thompson in die Startformation. Diese Änderung gilt bis auf weiteres auch für die Playoffs. „Ich wollte es einfach“ war die schlichte Erklärung von Lue. Eine taktische Variante, die nicht überrascht, da Timofey Mozgov schon unfit in die Saison startete und seitdem nicht überzeugt. In den erfolgreichsten Lineups der Cavaliers fungiert ebenfalls immer Thompson als Center. Der Kombination mit LeBron James, Kevin Love, J.R. Smith und Kyrie Irving vertrauten die Coaches der Cavs am meisten. Ein Net Rating von zwölf Punkten spiegelt eine gesunde Dominanz wieder. Nur eine Formation ist statistisch noch effektiver: Wenn Lue Irving mit Matthew Dellavedova ersetzte. Die Defense der Cavs steigert sich in diesem Fall auf ein Defensiv Rating von 96,1 im Vergleich zu 103,1 mit Irving.

https://youtu.be/EPo6Zn3xGHc

Ein typischer Angriff mit Thompson auf Center, integriert mindestens ein Pick and Roll, in dem Thompson als Abroller Gefahr ausstrahlt. Dazu sorgen die restlichen Schützen für ein sehr breit gezogenes Feld. Die Gefahr eines potentiellen Lobanspiels auf Thompson, die mit Mozgov wegfällt, öffnet die Offensive für alle Außenspieler.

Ansonsten fehlen den Cavs immer noch zweite oder dritte Optionen im Angriff. Oft stagniert der Passfluss. Die Mitspieler warten nur auf ein Kommando oder eine initiierende Aktion von James. Neun Prozent der Offensive sind Isolationen – Platz fünf in der NBA. Gegen Ende der regulären Saison griff Cleveland öfter auf die Angriffsform zurück, die einige als „LeBron-Ball“ bezeichnen. James reißt das Zepter am Zonenrand oder in Isolationen an sich und hievt in Richtung Playoffs sein Niveau auf ein extraordinäres Level. In den letzten zehn Spielen erzielte er 27,9 Punkte, 8,7 Assists und 8,1 Rebounds im Schnitt. Alles bei einer Dreierquote von 57 Prozent und über 60 Prozent aus dem Feld. Sein Fokus ist wieder da, seine Dreierquote liegt auf die Saison gesehen bei mageren 30,9 Prozent. Die Steigerung seiner Leistung, deutet auf einen ähnlich imposanten Playoff-Run wie 2015 hin.



Weiter geht es nur für Supporter
Grund dafür und wie du einer wirst erfährst du auf der

Supporten Website

by Dré